Land unterDie Flut kommt – rettet die SchäfchenSpielbeschreibung von Stephi
Das Kartenspiel „Land unter“ überzeugt aufgrund seiner einfachen Spielregeln, lustigen (oder wie wir Frauen sagen würden „süßen“) Grafiken, der reisetauglichen Verpackung und dem anhaltenden Spielspaß.
Nun aber von Anfang an: Es gilt seine Schäfchen ins Trockene zu bringen bzw. dort zu belassen. Dazu müssen möglichst clever, die 12 Wetterkarten auf der Hand ausgespielt werden. Es werden immer zwei Flutkarten (die mit den süßen Schäfchen und dem Leuchtturm) aufgedeckt. Die Flutkarten reichen von 1 (wenig Flut) bis 12 (starke Flut). Nun geht es darum möglichst keine Flutkarte oder die niedrige Flutkarte zu erhalten. Dazu spielt jeder Mitspieler (3 bis 5) verdeckt eine der 12 Wetterkarten aus. Die Wetterkarten haben Ziffern von 1 bis 60 und jede Karte kommt nur einmal im Spiel vor. Derjenige der die höchste Wetterkarte unter den Mitspielern (pro Runde und 2 aufgedeckten Flutkarten) ausspielt, erhält die niedrige Flutkarte – ja hoch = niedrig. Die zweithöchste Wetterkarte bringt dem Spieler die höchste Flutkarte (=schlecht) und alle anderen gehen leer aus, was in diesem Fall nicht so bedauernswert ist. Die erworbenen Flutkarten werden nun vor sich hingelegt. Der Spieler mit der höchsten Karte muss nun einen seiner Rettungsringe umdrehen. Diese erhält man zu Beginn des Spieles, indem man alle Rettungsringe, die auf den 12 Wetterkarten, die man auf der Hand hält abgebildet sind, zusammen zählt. Laut Spielbeschreibung hat derjenige das beste Blatt, der am wenigsten Ringe hat, leider konnten wir diese Aussage bei unseren Spielrunden noch nicht bestätigen.
Eine Runde dauert so lange bis alle Flutkarten und demnach auch alle Wetterkarten ausgespielt sind. Hat ein Mitspieler bereits vorher alle Rettungsringe umdrehen müssen, hat ihn die Flut überrollt und er erhält für diese Runde einen Minuspunkt, die anderen spielen weiter (außer es spielen nur 3 Personen, dann ist sofort Schluss, sobald einer alle Rettungsringe los ist). Die Punkte für die anderen Mitspieler ergeben sich aus der übrig gebliebenen Zahl an Rettungsringen plus einen Bonuspunkt für denjenigen, der am Ende die niedrigste Flutkarte vor sich zu liegen hat (alle erworbenen Flutkarten müssen aufeinander gestapelt werden).
Nun ist das Spiel aber noch nicht vorbei, nein nun erhält jeder Spieler die Karten plus Rettungsringe seines rechten Nachbarn und die Flut beginnt von Neuem. Hat jeder Spieler mit jeden Karten seiner Mitspieler gespielt (mathematisch: bei 5 Spielern also 5 Runden) ist das Spiel wirklich vorbei und alle Punkte werden zusammen gezählt. Diese Spielidee ist dahingehend nett, da jeder mit jedem noch so bescheidenen Kartenblatt spielen muss, das Glück der erhaltenen Karten spielt also eine untergeordnete Rolle. Außerdem ist es interessant zu beobachten, wie die einzelnen Mitspieler mit dem jeweiligen Blatt zurecht kommen, denn ein gutes Blatt heißt noch lange nicht, dass man gewinnt, vielmehr muss man etwas pokern, sich die ausgespielten Zahlen der anderen Wetterkarten merken und auf seinen Instinkt vertrauen, im richtigen Moment die richtige Karte zu spielen. Übrigens bedeutet ein gutes Blatt möglichst viele hohe und niedrige Karten zu haben, denn so kann man sich entweder die niedrigen Flutkarten (ja mit den hohen Wetterkarten) sichern oder aber versuchen leer aus zugehen (mit niedrigen Wetterkarten). Leer sollten man allerdings nicht ausgehen, wenn man gerade eine hohe Flutkarte auf seinem „Flutkartenstapel“ zu liegen hat, denn selbst, wenn ein anderer nun eine hohe Flutkarte bekommt, muss man als höchster Flutkartenbesitzer immer noch einen Rettungsring umdrehen. (Hä… wie jetzt, das ergibt sich erst richtig beim Spiel)
Also, alles in Allem macht es wirklich Freude „Land unter“ zu spielen. Es ist nicht zu lang und erhält durch das Kartenweitergeben eine gute Dynamik. Und wie gesagt, die Schäfchen sind wirklich drollig, wie sie da im Wasser dahin schwimmen.
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