 BohnanzaLangeweile? Nicht die Bohne!Spielbeschreibung von Danny
 Ziel des Spiels ist es, durch geschicktes Bepflanzen und Abernten der zwei eigenen Bohnenfelder, das meiste Geld zu erwirtschaften. Dazu muss mit den anderen Mitspieler geschickt verhandelt und die Bepflanzung der eigenen Felder richtig organisiert werden. Denn nicht alle Bohnen sind gleich wertvoll und sind auch nicht gleich oft im Spiel vorhanden. Es gibt z.B. insgesamt 6 Gartenbohnen und 20 Blauebohnen im Spiel. Für das Ernten von Gartenbohnen gibt es folgende Erträge: 1 Gartenbohne = 0 Bohnentaler, 2 Gartenbohnen = 2 Bohnentaler und 3 Gartenbohnen = 3 Bohnentaler, d.h. man benötigt also mindestens 2 Gartenbohnen auf einem Feld bevor sich das Ernten lohnt. Noch schlimmer sieht es bei den Blauenbohnen aus, hier gibt es für 4 Bohnen gerade mal 1 Bohnentaler. Also nicht nur wie baue ich an sonder auch was baue ich an ist bei Bohnanza entscheidend. Neben den Gartenbohnen und Blauenbohnen gibt es noch Augenbohnen, Brechbohnen, Rote Bohnen, Saubohnen und Sojabohnen. Genug zu den Bohnen wie wird nun gespielt.
Zu Beginn erhält jeder Spieler 5 zufällige Bohenkarten, diese müssen in der selben Reihenfolge aufgenommen werden wie sie ausgeteilt wurden. Denn bei Bohnanza ist es während des gesamten Spiels ausdrücklich verboten, die Handkarten zu sortieren. Nun sind die Spieler nacheinander an der Reihe und jeder Spieler führt hintereinander folgende Aktionen aus: Anlegen von ein bis zwei Handkarten, 2 Karten aufdecken und handeln, aufgedeckte Karten anbauen und 3 neue Karten auf die Hand nehmen.
Beim Anlegen muss die vorderste Handkarte an eines der eigenen Felder angelegt werden, d.h. entweder auf ein leeres Feld oder auf ein Feld wo schon dieselbe Sorten Bohnen angebaut wird. Ist beides nicht möglich, wenn also bspw. beide Felder mit anderen Bohnensorten bebaut sind, muss vorher ein Feld abgeerntet werden. Anschließend kann noch die zweite Handkarten anbauen werden (muss aber nicht).
Nun deckt der Spieler zwei Karten vom Stapel auf und legt sie offen vor sich ab. Jetzt beginnt der wichtigste Teil des Spiels, es wird gehandelt. D.h. alle Spieler dürfen ihre Karten mit dem aktuellen Spieler handeln, dazu dürfen alle Spieler ihr Handkarten und der aktuelle Spieler zusätzlich die zwei offenen Karten verwenden. Somit hat jeder Spieler die Möglichkeit unpassende vordere Karten auf der Hand los zu werden. Getauschte oder eventuell sogar verschenkte Karten werden hierbei offen vor dem jeweiligen Spieler abgelegt bis die Handelsphase beendet ist. Nach Abschluss des Handelns müssen nun alle offen ausliegenden Karten an die eigenen Felder angebaut werden, sollte dies nicht direkt funktionieren muss vorher eines Felder abgeerntet werden.
Nun nimmt sich der aktive Spieler noch 3 neue Karten und fügt sie nacheinander an seine Handkarten an ohne die Reihenfolge zu verändern. Anschließend ist der nächste Spieler an der Reihe und führt die Aktionen nacheinander aus. Das Spiel endet sobald der Bohnenstapel zum dritten Mal aufgebraucht wird. Anschließend dürfen aber alle Spieler noch einmal ihre Felder ernten.
Einige interessante Regeln gibt es aber noch die das Spiel ein wenig Taktischer gestalten. So können Felder während des gesamten Spiels abgeerntet werden um bspw. ein unrentable Bohnensorte durch eine lukrativere zu ersetzen. Außerdem dienen die Rückseiten der Bohnenkarten gleichzeitig als Taler was wiederum zur Folge hat, sobald ein Spieler z.B. 3 Gartenbohnen verkauft hat befinden sich nur noch 3 weitere Bohnen dieser Sorte im Spiel was für die Wahl zukünftiger Felder von entscheidender Bedeutung sein kann. Zusätzlich kann jeder Spieler während des gesamten Spiels für 3 Bohnentaler ein drittes Feld kaufen und somit im weiteren Verlauf des Spiels drei Felder nutzen.
Bohnanza ist ein sehr unterhaltsames Spiel und vom Preis-Leistung Verhältnis kaum zu überbieten. Mich hat während des Spiels vor allem die Handelphase und die damit verbundene Interaktion überzeugt. Es wird gefeilscht und geboten und wenn es gar nicht anders geht sogar verschenkt, denn wer möchte schon in der nächsten Runde die mühselig erbauten Felder abreißen, bloß weil die nächste Karte an keines der eigenen Felder passt. Die angegebene Spielzeit von ca. 45 Minuten trifft sehr gut zu. Nur beim ersten Spiel sollten vor allem unerfahrene Spieler 20 Minuten mehr einplanen, weil es schon drei bis vier Runden braucht bis alle die Regel und die Reihenfolgen der Aktionen verstanden haben. Überzeugt hat auch das Design der Karten, welche mit großer Belustigung anzuschauen sind. Einziges Manko des Spiels ist für mich die Spielerzahl von 3 bis 5. Denn gerade mit vielen Spielern macht es besonders Spaß und mehr als 5 Spieler Spielen sind erst durch eine Erweiterung möglich. Ich denke mindestens 6 Spieler hätten es im Grundspiel schon sein sollen.
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